Bonefishing auf Long Island: Flats, Guides, Saison
Von Familie Klainguti ·

Kilometerlange, knietiefe Flats, kristallklares Wasser und kaum andere Boote: Long Island gilt unter Fliegenfischern als einer der ruhigsten Bonefishing-Spots der Bahamas. Hier erfahren Sie, was Sie für Ihren Angeltag wissen sollten.
Warum Long Island für Bonefishing?
Der Bonefish – auf Deutsch Grätenfisch – ist einer der begehrtesten Fische für Fliegenfischer weltweit. Er lebt in flachen, sandigen oder mit Seegras bewachsenen Gewässern, ist scheu, extrem schnell und kämpft nach dem Biss mit beeindruckender Kraft. Wer einmal erlebt hat, wie ein Bonefish nach dem Anhieb Dutzende Meter Schnur von der Rolle zieht, versteht die Faszination.
Long Island liegt am Rand der Great Bahama Bank. Auf der geschützten Westseite der Insel erstrecken sich weite Flats, Mangroven und Lagunen, während auf der Ostseite der Atlantik tief abfällt. Diese Kombination macht die Insel für Angler besonders vielseitig: Bonefishing auf den Flats, Riff- und Grundfischen in Küstennähe und Hochseefischen im tiefen Wasser sind von hier aus möglich.
Der grösste Vorteil ist aber die Ruhe. Long Island ist weit weniger besucht als bekannte Angeldestinationen wie Andros oder die Abacos. Auf vielen Flats sind Sie allein mit dem Wasser, dem Wind und den Fischen.

Die Flats rund um die Cape Santa Maria
Schon in der Nähe der Villa Serenity finden sich flache Buchten und Sandbänke, auf denen bei passender Tide Bonefish auf Nahrungssuche gehen. Weitere bekannte Gebiete liegen entlang der Westküste und in den Lagunen weiter südlich. Welche Flats an einem bestimmten Tag die besten sind, hängt stark von Tide, Wind und Lichtverhältnissen ab – genau hier spielt das Wissen eines lokalen Guides seine Stärke aus.
Wade-Fishing oder vom Boot
Viele Flats lassen sich zu Fuss erwaten. Das ist ruhig, ursprünglich und erfordert wenig Aufwand. Mit einem Flats-Boot erreichen Sie dagegen abgelegene Gebiete, die zu Fuss nicht zugänglich sind, und können bei wechselnden Bedingungen schnell den Spot wechseln. Viele Angler kombinieren beides an einem Tag.
Mit oder ohne Guide?
Erfahrene Fliegenfischer können auf Long Island auch auf eigene Faust angeln. Für die meisten Gäste lohnt sich aber zumindest ein Tag mit einem lokalen Guide. Gute Guides kennen die Tidenzyklen, wissen, wo die Fische zu welcher Jahreszeit stehen, und haben ein geübtes Auge, um die silbrigen Schatten im Wasser zu erkennen – was für Einsteiger anfangs fast unmöglich ist.
Halbtages- und Ganztagestouren sind üblich; meist ist Ausrüstung leihweise verfügbar. Wir nennen bewusst keine Namen, da sich Angebote ändern. Unser Concierge stellt aber gerne den Kontakt zu erfahrenen Guides auf der Insel her, und wir koordinieren den Termin mit Ihrem Aufenthalt in der Villa Serenity.
Die richtige Ausrüstung
- Fliegenrute der Klasse 7 bis 8 mit salzwasserfester Rolle und ausreichend Backing
- Schwimmende Schnur und ein Vorfach von ca. 3 bis 4 Metern
- Kleine, helle Fliegen in Sand- und Krabbenmustern
- Polarisationsbrille – ohne sie sehen Sie die Fische kaum
- Hut mit breiter Krempe, Buff und langärmlige UV-Kleidung
- Watschuhe mit fester Sohle für Korallen- und Muschelgrund
Wer nicht mit der Fliege fischt, kann auch mit leichter Spinnrute und kleinen Jigs auf Bonefish angeln. Fragen Sie Ihren Guide, welche Methode an Ihrem Tag am besten funktioniert.
Die beste Saison
Bonefish lassen sich auf Long Island das ganze Jahr über fangen. Viele Angler schätzen besonders das Frühjahr und den Herbst: Das Wasser ist angenehm temperiert, die Fische sind aktiv und das Wetter meist stabil. Im Hochsommer kann das Wasser auf den Flats sehr warm werden, dann ziehen sich die Fische in den Mittagsstunden ins tiefere Wasser zurück. Im Winter können Kaltfronten die Bedingungen für einige Tage verschlechtern.
Wichtiger als der Monat ist oft die Tageszeit. Frühmorgens und bei steigender Flut kommen die Bonefish auf die Flats, um nach Krebsen und Muscheln zu suchen. Ein Überblick zu Klima und Hurrikan-Saison findet sich in unserem Artikel zur besten Reisezeit für die Bahamas.
Catch & Release und Vorschriften
Bonefishing auf den Bahamas ist traditionell ein Catch-&-Release-Sport. Bonefish werden nicht entnommen, sondern schonend gelandet und sofort wieder freigelassen. Verwenden Sie Haken ohne Widerhaken, halten Sie den Fisch möglichst im Wasser und fotografieren Sie ihn nur kurz.
Für das Fliegenfischen auf den Flats ist auf den Bahamas eine Angellizenz erforderlich. Gute Guides kümmern sich darum oder erklären Ihnen, wie Sie die Lizenz erhalten. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise über die aktuell gültigen Bestimmungen.

Mehr als Bonefish
Wer genug vom Pirschen auf den Flats hat, findet auf Long Island weitere Angelabenteuer: Riff- und Grundfischen auf Snapper und Grouper, Hochseefischen auf Mahi-Mahi, Wahoo oder Thunfisch im tiefen Wasser vor der Ostküste. Für Familien ist eine halbtägige Bootsfahrt mit Schnorchelstopp oft die schönste Kombination – mehr dazu im Artikel über das Schnorcheln an der Cape Santa Maria.
Nach dem Angeltag ist die Veranda der Villa der ideale Ort, um die Geschichten des Tages zu erzählen. Weitere Ideen finden Sie in unserer Übersicht der Aktivitäten auf Long Island.
Häufige Fragen
Brauche ich auf Long Island einen Guide für Bonefishing?
Nicht zwingend, aber er ist sehr empfehlenswert – vor allem für Einsteiger. Lokale Guides kennen Tiden und Flats und erkennen die Fische im Wasser viel schneller.
Wann ist die beste Zeit für Bonefishing auf den Bahamas?
Bonefish können ganzjährig gefangen werden. Frühling und Herbst gelten als besonders angenehm; entscheidend sind meist Tide und Tageszeit, idealerweise frühmorgens bei steigender Flut.
Darf man Bonefish behalten?
Bonefishing wird auf den Bahamas als Catch & Release betrieben. Die Fische werden schonend gelandet und sofort freigelassen. Für das Fliegenfischen auf den Flats ist eine Lizenz nötig.
Übernachten Sie direkt am Strand: Die Villa Serenity ist der ideale Ausgangspunkt. Alle Aktivitäten auf Long Island
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